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Rettungshundestaffel


Ausbildung zum Rettungshundeteam

Rettungshundestaffel

Rettungshunde haben die Aufgabe, hilflose, vermisste oder verschüttete Personen aufzuspüren und anzuzeigen. Die Anzeige erfolgt in der Regel durch Bellen. Der Hund verbleibt bei der gefundenen Person und bellt so lange, bis der Hundeführer am Fundort eingetroffen ist. Rettungshunde arbeiten selbständig, sie müssen sich beim Suchen vom Hundeführer lösen, ohne ihn dabei völlig aus den Augen zu verlieren und immer bereit sein, dessen Kommandos auch aus der Entfernung heraus zu befolgen. Rettungshunde sind dabei in der Lage, eine Person auf eine Entfernung bis zu 600 m zu riechen und zu orten.

Die Arbeit in einer ASB-Rettungshundestaffel ist ehrenamtlich. Im Training werden die Rettungshundeführer mit ihren Hunden auf den Einsatzfall vorbereitet, um in Not geratene Menschen zu suchen und zu retten. Rettungshundearbeit stellt an jeden Hundeführer und auch Helfer sehr hohe Anforderungen. Darüber muss sich jeder im Klaren sein, der sich einer solchen Gliederung anschließen möchte.

Die Ausbildung für eine Rettungshundestaffel kann ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen. Am Ende der Ausbildung steht eine Prüfung, die alle 18 Monate wiederholt werden muss.

Flächensuche

Bei der Flächensuche muss das Team in unwegsamem Gelände oder in großen Waldgebieten nach vermissten Personen suchen und diese auch medizinisch erstversorgen können.

Wir suchen

  • suizidgefährdete Personen
  • Kinder, die sich verlaufen haben
  • depressive und geistig verwirrte Menschen
  • Jogger, Fahrradfahrer oder Reiter, die nach einem Sportunfall
    hilflos im Wald liegen
  • Wanderer, Pilzsucher oder Jäger, die z.B. nach einem Schwächeanfall
    ärztliche Hilfe benötigen
  • abgängige Personen aus Altenheimen und anderen
    Gemeinschaftseinrichtungen
  • Unfallopfer, die sich im Schockzustand vom Unfallort entfernt haben

Hunde sind aufgrund ihrer Sinnesorgane, ihrer Ohren und Augen, ganz besonders aber aufgrund ihres Geruchssinns in der Lage, einen Vermissten bereits auf mehrere hundert Meter Entfernung zu orten. Rettungshunde werden so ausgebildet, dass sie ein Gelände auf menschliche Witterung durchsuchen.

Die Hunde zeigen alle Personen im Gelände an, die sitzen, kauern, liegen oder sich verbergen. Der Hund hat dabei in der Fläche zwei Anzeigemöglichkeiten: Beim „Verbellen“ bellt der Rettungshund so lange bei der gefundenen Person, bis sein Hundeführer bei ihm ist. Beim „Bringseln“ nimmt der Hund, sobald er eine Person gefunden hat, ein so genanntes Bringsel ins Maul, läuft zu seinem Hundeführer und führt diesen zu der Person zurück.

Anforderungen an das Rettungshundeteam

Es besteht eine Schnupperphase von vier Wochen, in der das Hundeteam sowie die Hundestaffel sich beschnuppern bzw. näher kennen lernen können. Nach diesen vier Wochen wird ein Gespräch geführt und wenn alle Komponenten stimmen, geht es in die Anwärterzeit.

Diese besteht aus:

sechs Monaten Probezeit (Schnupperphase wird angerechnet), in der das Anwärterteam die Gelegenheit hat, sich in den Staffelbetrieb einzugliedern,

Eignungstest,

Ausbildung des Hundeteams.

Anforderungen an den Hundeführer

die Rettungshundearbeit auszuüben, als Helfer für andere Hunde zu fungieren, für Training, theoretischen Unterricht, Wagenpflege und noch einiges mehr verfügbar zu sein, rechtzeitig abzusagen für das Training, beim Staffelleiter oder Ausbilder. Jedoch besteht mind. 75% Anwesenheitspflicht, von der Staffelleitung und Ausbildung dienstliche Anweisungen entgegen zu nehmen und sie auch umzusetzen.

Anforderungen an den Hund

Die beste Voraussetzung ist ein ausgeprägter Spieltrieb. Generell sollten die Hunde nicht ängstlich und vom Körperbau wendig sein, da sie sich in allen Lagen sicher bewegen müssen. Im Umgang mit fremden Menschen und Hunden sollte sich der Rettungshund freundlich verhalten. Eine gute Bindung an seinen Menschen ist sehr wichtig. Die Ausbildung zum Rettungshund kann bereits im Welpenalter begonnen werden. Der angehende Rettungshund sollte grundsätzlich, körperlich ausdauernd, selbstbewusst, freundlich und vertrauensvoll sein, mindestens 35 cm Schulterhöhe haben (optimal sind mittelgroße Hunde), von seinem Hundeführer getragen werden können, zu Beginn der Ausbildung nicht älter als drei Jahre alt sein, durch Spielzeug oder Futter motivierbar zu Allen und Allem freundlich sein und in ungewöhnlichen Situationen ruhig und gelassen bleiben.

Nicht geeignet sind:

  • aggressive Raufbolde
  • ängstliche Duckmäuser
  • passionierte Jäger

Unser Staffelleben besteht aus:

sonntags 11.00 – 18.00 Uhr: Training im Gelände (Treffpunkt an der Dienststelle Brühl)

dienstags 18.00 – 20.00 Uhr: Unterordnung, Gerätetraining und theoretischer Unterricht Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildungen, wie z.B. Vorführungen, Seminare etc.

Spätestens nach der Probezeit sollte ein Mitgliedsantrag beim ASB eingegangen sein. Der größte Teil der Ausrüstung wird vom ASB gestellt. Ebenso werden Seminare und Ausbildungen vom ASB angeboten und durchgeführt.

Hinweise für Interessenten

Wir freuen uns immer, nette, engagierte Menschen kennen zu lernen, die ihre Freizeit mit uns verbringen möchten. Rettungshundearbeit ist eine besondere und interessante ehrenamtliche Tätigkeit, die viel Spaß machen kann, aber auch Anforderungen an Hund, Hundeführer und Helfer stellt.

Rettungshundearbeit macht viel Spaß,
ist aber eine ernste und anspruchsvolle Aufgabe:

Rettungshundearbeit ist keine Art von Hundesport, mit dem Sie ihren Vierbeiner beschäftigen können. Wir sind auch keine Hundeschule, um ihren Hund auszubilden. Rettungshundearbeit ist ein Ehrenamt, bei dem man keine Pokale gewinnen, kein Honorar bekommen und in der Regel keinen Dank erwarten kann. Das Ehrenamt funktioniert nicht ohne Disziplin und Ordnung. Dazu muss man sich auf die Anweisungen der Staffelleitung kritik- und diskussionslos verlassen. Rettungshundearbeit erfordert einen hohen Zeitaufwand. Allein das Training nimmt schnell zehn bis zwölf  Stunden wöchentlich in Anspruch. Dazu kommen noch Theorieunterricht, Vorführungen, Übungen und Einsätze. In der Rettungshundearbeit zählt Teamarbeit, darum sind Einzelkämpfer nicht erwünscht. Die Ausbildung bis zur Rettungshundeprüfung dauert bis zu zwei Jahren. Wer nur auf den schnellen Erfolg aus ist, ist bei uns falsch.

Beantworten Sie nun für sich, ob sie keine Probleme damit haben, dass…

Sie regelmäßig an Training und Ausbildungsveranstaltungen sowie an der Öffentlichkeitsarbeit des ASB teilnehmen,  die Familie einverstanden ist, wenn Sie lieber mit der Hundestaffel sonntags ganztägig trainieren statt mit ihr den Tag zu verbringen (wobei Angehörige auch beim Training gern gesehene Gäste sind!),

Sie auch außerhalb der Staffel mit ihrem Hund arbeiten (z. B. Gehorsam) der Hund in einer Hundebox oder Anhänger des Einsatzfahrzeuges transportiert wird, der Hund beim Training die meiste Zeit im Auto, Anhänger oder in der Box verbringen muss, bis auch er sein Training absolvieren kann,

Sie auch in der Ausbildung mit anderen Hunden arbeiten, das Opfer spielen und längere Zeit auch bei Regen im Unterholz herumliegen statt es sich daheim auf dem Sofa gemütlich zu machen,

Sie im Winter bei Minusgraden oder im Sommer bei 30 Grad Hitze den ganzen Tag im Wald herumlaufen,

Sie sich als geprüftes Rettungshundeteam verpflichten, mit ihrem Hund in den Einsatz zu gehen, auch wenn dieser auf Tage wie Heiligabend oder eine Hochzeitsfeier fällt,

Sie auch nachts im Dunklen, im strömenden Regen, in Hitze oder Kälte beim Training und in Einsätzen bis zum bitteren Ende mit vollem Elan dabei sind,

Sie psychisch und physisch fit sein sollten, sowohl beim Training als auch im Einsatz unter Umständen mal ein Unfall passieren kann.

Neben der Ausbildung der Hunde steht für Hundeführer
und Einsatzhelfer noch Folgendes auf dem Ausbildungsplan,
was auch einen gewissen Zeitaufwand erfordert:

  • Erste Hilfe Mensch (Ausbildung zum Sanitätshelfer/Rettungshelfer),
  • Erste Hilfe Hund,
  • Kynologie, Funkverkehr (BOS),
  • Einsatztaktik,
  • Verhalten im Einsatz,
  • Suchtaktik Fläche,
  • Stressbewältigung,
  • Verhalten in Risikosituationen,
  • Orientierung / Karte / Kompass,
  • Satellitennavigation (GPS),
  • Motivation, Lernverhalten und Ausbildung des Hundes
    nach modernen Richtlinien der Verhaltenskunde.

Wenn Sie die Anforderungen überwiegend mit einem ‚Ja‘ beantwortet haben, und der Zeitaufwand für Sie kein Problem darstellt, freuen wir uns, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Kontakt:

Arbeiter-Samariter-Bund
Regionalverband Rhein-Erft/Düren e.V.
Dienststelle Brühl

Tel.: 02232 / 209878-0

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Web:   http://rhs-erft.de

 

 

ASB Regionalverband Rhein-Erft/Düren e.V.
Am Hahnacker 1 | 50374 Erftstadt | Tel.: 02235 - 46020 | Fax: 02235 - 4602299
Email: info@asb-erft.de | Internet: www.asb-erft.de

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